Backstage

Ja, zugegeben: Noch ist cucocu.com eine One-Man-Show mit liebevollem Support einiger Weniger. Dieser neue Blog soll ja auch zunächst meine ganz persönlichen Erfahrungen und Überlegungen zu Kulturarbeit in und für Organisationen, vor allem Unternehmen, spiegeln und zur Diskussion stellen. 

Aber natürlich nicht nur. Schon die ersten Gespräche mit Freunden, Bekannten, Kolleg*innen und Ex-Kolleg*innen zeigen, dass rund um dieses Thema die meisten etwas zu erzählen wissen: Viel Buntes aus ihrer Praxis als Wissenschafter*innen, Kulturschaffende, Berater*innen, Geschäftsführer*innen, Designer*innen, Kommunikations- und Marketingexpert*innen, Innovations- oder „Team & Culture“-Verantwortliche. Und obwohl Meinungen häufig gerade in den schwer messbaren – „weichen“ – Disziplinen ungebremst aufeinanderprallen: 100 Prozent der Befragten eint, dass sie Kultur, Sinn, Verantwortung – aber auch Ästhetik – für wesentliche, nach wie vor unterbewertete, Einflüsse auf (wirtschaftlichen) Erfolg und Nicht-Erfolg halten. Und viele formulieren die Notwendigkeit, angesichts gesellschaftlich anstehender Herausforderungen, verstärkt Werte jenseits von Umsatz, Gewinn, Wachstum, Marktanteil, Eigenkapitalquote usw. für eine Bewertung, Besteuerung oder Förderung von Unternehmen heranzuziehen. Sprich: Der Kultur mehr Augenmerk schenken.

Diese kreativen Denker*innen und Tuer*innen – und viele, die ich heute noch nicht kenne, die die Lust verspüren, etwas beizutragen – werden hier so nach und nach zu Wort kommen. In Interviews wie auch als Gastautor*innen. Denn das wäre das Ziel dieses Blogs für die nächste Zeit: Von der One-Man-Show zur Wissens- und Diskursplattform.

Wer sich einklinken möchte: Nur zu!

Wir schreiben das zweite Coronajahr, 2021. Das Zusammentragen der Vorräte (Recherche; meine Artikel kommen frisch aus dem Notebook) ist in vollem Gang, ein Ende der Phase 1 („Start“) nicht in Sicht. „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, heißt es so schön. Das kann man erstmal so stehen lassen.

Danke für deine Geduld. Und deinen Support.

Ernst Demmel